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Suggestion oder/und Hypnose?

Suggestion oder/und Hypnose?

Zugegebenermaßen: Eine genaue Definition ist immer noch schwierig, obwohl man ihre Phänomene inzwischen gut kennt. Man weiß aber, dass es zwischen dem Wachzustand und den Schlaf ein sogenanntes „ halbes Bewusstsein" gibt. In diesem Zustand sind die körperlichen Funktionen herabgesetzt, während die geistigen aktiviert sind. Die British Medical Association definiert es folgendermaßen: Die Hypnose ist ein vorübergehender Zustand veränderter Aufmerksamkeit, ein Zustand, in dem verschiedenen Phänomene spontan oder als Reaktion auf verbale und andere Reize hervorgerufen werden können.

Diese Phänomene bedeuten Bewusstseinsveränderung und Veränderung des Gedächtnisses, gesteigerte Empfänglichkeit für Suggestionen, Antworten und Gedanken, die bei gewohntem Geisteszustand nicht vertraut sind.

Bei einer Fremdhypnose wird eine von außen kommende Suggestion (bildhafte Vorstellung) an das Unterbewusstsein des Menschen herangetragen und von diesem angenommen, vorausgesetzt, er ist bereit, diese  Vorstellung anzunehmen. Zeigt er diese Bereitschaft nicht, ist auch eine Wirkung ausgeschlossen. Daher kann man auch davon sprechen, dass im Grunde genommen jede Hypnose auch eine Selbsthypnose ist. Wichtig für eine dauerhafte Wirkung ist hierbei die Wiederholung, damit diese Vorstellung zu einem Teil der betreffenden Person werden kann.

Absolute Voraussetzung ist nicht nur die Zustimmung der Person, sondern sie muss vor allem fest davon überzeugt sein, das der Hypnotiseur nur ihr Bestes will. Diese vertrauensvolle Erwartung bestimmt die Wirksamkeit der Hypnose. Daher wird vor einer Hypnose auch immer ein vorbereitendes Gespräch zwischen der betreffenden Person und dem Hypnotiseur eingeleitet, in dem eine Atmosphäre des Verständnisses und der Sympathie geschaffen werden kann.

Spricht man von der Hypnose, dann denken die meisten zumeist an einen Schlafzustand. Dieser gleicht äußerlich zwar einem leichten Schlaf, doch man befindet sich in einem Zustand eingeschränkter Bewusstseinslage, in dem Schläfrigkeit und Überwachheit vorkommen kann.

In der Hypnose ist das Bewusstsein im Wesentlichen auf den Hypnotiseur gerichtet (= Rapport), so dass die Umweltreize in den Hintergrund treten.

Durch Neuprogrammierungen können dann bereits angeeignete Informationen, die für Ängstlichkeit beispielsweise verantwortlich, bzw. ausschlaggebend sind, durch eine Intervention verworfen werden. Hierdurch kann der/die Hilfesuchende die Kontrolle über seine Furcht übernehmen.

Weiterhin kann der Behandler dabei helfen, resistent gegen Fremdsuggestionen oder unbewusste Handlungen  in diesem Bereich zu werden.

Nicht die Emotion sollte den Menschen steuern, sondern der Mensch sollte den Emotionen mitteilen, was er möchte. Das macht er, indem er lediglich 'Betrachter´ seiner Gefühle ist und somit seinem Verhalten und seinen Reaktionen selbst die Richtung bestimmen kann.

Der Einsatz der Hypnose oder der Wachsuggestion erschließt dem Patienten und den Ärzten, durch die Unterstützung des heilenden Behandlers, die Ängstlichkeiten zu beseitigen und Schmerz weitgehend auszuschalten.

     

Verneinungen vermeiden und nur negationsfreie Suggestionen?

Verneinungen vermeiden und nur negationsfreie Suggestionen?

Immer wieder kommen die Argumente, dass nur Suggestionen die "negationsfrei“ sind wirken, da das Unterbewusstsein grundsätzlich keine Negationen versteht und nur der Verstand für die Interpretation von Negationen zuständig ist.

 

Mit dieser Sichtweise würde eine Suggestion wie "Du wirst keine Angst mehr vor .......... haben“ vom Unterbewusstsein als die Suggestion "Du wirst Angst vor .......... haben“ gedeutet. Angst als Nennung würde schon zum Erleben von Angst führen, und eine Suggestion wie "Du wirst frei von der Angst vor .......... Angst sein“ schon als Verstärkung der Angst gesehen.

 

Bitte denke jetzt nicht an den rosaroten Elefanten in der Manege, der eine Kugel auf dem Kopf balanciert, an den Du jetzt nicht denken solltest.

 

Trotz der Bitte "NICHT" an den rosaroten Elefanten in der Manege, der eine Kugel auf dem Kopf balanciert nicht zu denken, haben die Meisten jetzt an dieses Szenario gedacht. Warum ist ganz einfach, um zu wissen, an was ich nicht denken soll, muss ich es mir zunächst vorstellen, daran denken. Nun ist es schon zu spät für nicht mehr daran zu denken.

 

Die Behauptung, dass Verneinungen bei Suggestionen nicht wirken, kann relativ einfach wiederlegt werden. In tausenden Hypnosesitzungen "Rauchfrei dank Hypnose" oder "Endlich Nichtraucher" funktionieren Suggestionen wie "Du bist jetzt konsequent, abstinenter Nichtraucher" hervorragend. Den Begriff "Nichtraucher" nimmt das Unbewusste sofort ohne Umwege und Direkt auf. Ein Umschreibung von "Nichtraucher" kompliziert mehr als sie nützt und schwächt sogar die Wirkung. Damit Natürlich kann eine positive Zielbeschreibung durchaus sinnvoll sein und positiv wirken.

In Showhypnosen wird den Probanden oft suggeriert, dass sie nicht den einen Fuß vor den anderen Fuß setzten können oder wie festgeklebt sind, jedoch dringend aufs Klo müssen, sich jedoch nicht in die Hose machen werden oder können. Es ist nicht bekannt, dass da jemals wer in die Hose gemacht hat, obwohl es eine negative Suggestion ist.

Das Unbewusste stellt es sich nicht vor und braucht es nicht erst zu probieren wie es ist "Nicht in die Hose zumachen“, es liegen abrufbare Erfahrungen des suggerierten Zielzustands vor und kennt den Zustand bei einem gesunden Menschen, nicht in die Hose zumachen.

Fazit: Das Unbewusste ist weder doof noch blöd und versteht die Sprache am besten, die es kennt, sowohl im Negativen "Nichtraucher" als auch im Positiven "Du wirst ab sofort, nur noch saubere und klare Luft atmen.